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Vermeidbare Niederlage beim benachbarten Neuling

Landesliga Süd / 1. Spieltag:

Vogelsang. Im in der Eisenhüttenstädter Region mit ziemlicher Spannung erwarteten Derby zwischen dem SV Vogelsang und der SG Aufbau Eisenhüttenstadt verschaffte sich der Neuling vor beachtlicher Kulisse einen prächtigen Landesliga-Einstand, denn er bezwang in einer umkämpften und auch spielerisch guten Partie den Vorjahresvierten mit 2:0 (1:0).

Die Aufbauer wussten um die Schwere ihres Auswärtsspieles beim Ortsnachbarn, aber sie waren zuversichtlich, weil sie in ihren zurückliegenden Landesklassenzeiten kein einziges Mal gegen den SVV verloren hatten. Auch diesmal sah es bis zur Schlussviertelstunde nicht nach einer Niederlage für die Gäste aus, zumal deren draufgängerischer Manndecker Hagen Lobas den Vogelsänger Torgaranten Ronny Dzewior weitgehend unter Kontrolle hatte, und die von den Aufbauern herausgeholten Torchancen normalerweise hätten reichen müssen, um nicht als Verlierer heimwärts zu ziehen. Den ersten "Riesen" für die favorisierte SG vergab Samir Münch (12.), der nach einem Richert-Freistoß die Kugel von seinem Nebenmann Christian Kühnöhl per Kopfballverlängerung serviert bekam. Vier Minuten danach meisterte SVV-Keeper Tony Held im glänzendem Stil die nächste große Kopfballgelegenheit von Münch (16.). Später feuerte nach einem Kühnöhl-Eckstoß Robert Menzel den Ball knapp über das Vogelsänger Gehäuse (28.). War Aufbau-Schlussmann Sebastian Becker bis dahin nur ein einziges Mal durch einen Kopfball von Dzewior ernsthaft geprüft worden, den er aus seiner unteren rechten Torecke herauskratzte, so musste der durchweg wenig beschäftigte Gäste-Kapitän dann urplötzlich doch die Kugel aus seinem Netz holen. SVV-Spielführer Frank Bartz hatte einen Freistoß hoch in den Aufbau-Strafraum gezirkelt, und der aus der Vogelsänger Abwehr nach vorn gepreschte Robert Koßurok, der davon profitierte, dass der auf ihn zusprintende linke SG-Manndecker Marcel Abraham stürzte, überwand völlig freistehend den SG-Keeper per Kopf zur frenetisch umjubelten Vogelsänger 1:0-Führung (30.). Gleich danach hätte Normen Elsner gegen die durch ihren plötzlichen Rückstand überraschten Eisenhüttenstädter sogar erhöhen können, aber dessen knallharter Schrägschuss zischte am langen Pfosten des Aufbautores knapp vorbei (31.). Dennoch hatte Christoph Krüger nach vorzüglichem Franke-Steilpass ebenso den Ausgleichstreffer vor dem Fuß (34.), wie danach Kühnöhl mit einem Distanzschuss (40.). Aber beide Male war der tüchtige Held zur Stelle. Beunruhigung kam bei den Hüttenstädtern und ihrem starken Anhang angesichts des knappen Pausenrückstandes jedoch nicht auf, weil den Kühnöhl, Münch und Co. bei erneuten Torchancen Treffer zuzutrauen waren. Eine Riesenmöglichkeit vergab nach Wiederbeginn im Anschluss an eine maßgerechte Menzel-Eingabe zunächst aber wieder Münch (54.), dann krachte nach einer Meckereinlage von Jörg Bartz ein von der Strafraumgrenze abgezogener Kühnöhl-Freistoß nur gegen die SVV-Abwehrmauer (55.). Später holte Held im Stile eines "Helden" bravourös den Ball aus seinem linken oberen Winkel, den Kühnöhl per 18-m-Freistoß haargenau dorthin platziert hatte (69.), nachdem Sebastian Ewert zuvor gestreckt worden war. Im Nachsetzen konnte Krüger den abgewehrten Ball ebenfalls nicht am SVV-Keeper vorbei ins Tor befördern, Held reagierte erneut hervorragend. Weil den Aufbauern durch ihre vertanen Chancen inzwischen die Zeit davonzulaufen drohte, erhöhten sie immer mehr den Druck auf das von einer dichtgestaffelten Abwehr abgeschirmte Vogelsänger Gehäuse. Franke hätte hierbei eine halbhohe Eingabe einnicken müssen, aber auch er vergab diese klare Ausgleichsmöglichkeit (75.). Hingegen schienen die Gastgeber nur darauf zu lauern, mit einem Konter die Spielentscheidung herbeizuführen. Dadurch spitzte sich in der Schlussviertelstunde das Derby zwischen den Ortsnachbarn weiter zu, aber die Fairness blieb dennoch nicht auf der Strecke. Insofern waren die acht gezückten Gelben (3/5) überzogen. Zudem zog sich der Unparteiische mehrfach Kritik zu, weil er wegen geringer Laufbereitschaft häufig weit entfernt vom Tatort war, dadurch etliche umstrittene Entscheidungen traf und weil er überdies oft schnelle Spielfortsetzungen verhinderte. Aufgebracht reagierte deshalb einige Male "über so eine Pfeiferei" lautstark SG-Fußballabteilungsleiter Andreas Jarosch. Schließlich wurde die Aufbau-Niederlage doch besiegelt, allerdings eingeleitet durch eine fehlerhafte Einwurfentscheidung, nachdem der Vogelsänger Mittelfeldakteur Steven Weiss-Motz den Ball ins Seitenaus befördert hatte, der SVV aber einwerfen durfte. Den sich unter Protesten von Eisenhüttenstädter Seite daraus entwickelnden Konter schloss Normen Elsner nach genauem Pass von Dzewior per Flachschuss zum 2:0 ab (81.). Die "SVV, SVV"-Gesänge übertönten nun den Paukendonner des großen Kühni-Fan-Blocks der Aufbauer, denn der Neuling ließ sich seine ersten Landesliga-Punkte von da an nicht mehr nehmen. Die Überraschung war perfekt.

SVV-Spielertrainer Jörg Bartz: "Ich bin sehr zufrieden mit unserem Landesligastart, zumal wir taktisch und spielerisch nahtlos an unseren Pokalsieg in Neuzelle anknüpften. Unsere Besten waren heute Koßurok, Elsner, Frank Bartz und ein kämpferischer Dzewior. Ich hätte nicht gedacht, dass wir Aufbau bezwingen können, aber denen fehlte heute ein sogenannter Knipser".
SG-Coach Roland Steinfurth: "Die Vogelsänger bestraften zunächst unsere einzige Nachlässigkeit und später fiel der zweite Treffer nach einer Fehlentscheidung. Wir haben zwar das Spiel kontrolliert, aber weil wir vorn zu harmlos agierten, meine Mannschaft nicht das spielte, wozu sie imstande ist, kassierten wir eine vermeidbare Niederlage. Schade".

Aufbau: Sebastian Becker (SF) - Torsten Rudolph - Hagen Lobas, Marcel Abraham - Christoph Krüger, Christoph Richert, Frank Müller (59. Sebastian Ewert), Robert Menzel - Maik Franke, Christian Kühnöhl, Samir Münch;Trainer: Roland Steinfurth/André Costrau

Tore: 1:0 Robert Koßurok (30.), 2:0 Normen Elsner (81.)

Gelbe Karten für die Aufbauer: Christoph Richert, Hagen Lobas, Marcel Abraham, Christoph Krüger, Sebastian Ewert

Schiedsrichter: Hartmut Lehnigk (Neupetershain)
Zuschauer: 520 (!)



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